Presse

DIENSTAG, 04. DEZEMBER 2017 – SALZGITTER ZEITUNG

Reise durch Musical und Film
Der Modern-Song-Chor begeistert in der Altstadtkirche.
Von: Stefanie Hiller

SALZGITTER-BAD. Mit einem abwechslungsreichen Programm begeisterte der Modern-Song-Chor am Freitagabend die Zuschauer in der vollbesetzten Altstadtkirche. Der Chor hatte zu seinem traditionellen Weihnachtskonzert eingeladen und präsentierte als musikalische Gäste das Hannoveraner Streichensemble, das mit Chorleiter Anatol Krug am Klavier den Chor begleitete.
Der Modern-Song-Chor überraschte auch diesmal wieder mit einem vielfältigen Repertoire, das vom traditionellen Weihnachtslied bis zu Klassik und Gospel reichte. Den Auftakt gestalteten die Sänger mit dem polnischen Weihnachtslied „Als die Welt verloren“. Danach ging es zu Louis Armstrongs „Wonderful world“ und zum englischen Weihnachtslied „Hark the herald Angel sing“.
Der Chor nahm die Zuschauer mit auf eine musikalische Reise durch viele Länder und Musikstile. Auch Musical- und Film-Melodien erklangen, aus „Sister Act“ „I will follow him“ und aus „Elisabeth“ die Hauptarie „Ich gehör‘ nur mir“. Die Sänger sangen so gefühlvoll, dass Gänsehautfeeling aufkam. Mucksmäuschenstill im Kirchenschiff war es bei Mozart’s „Ave verum“ und beim „Abendsegen“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck.
Schwungvoll wurde es dann beim irischen Weihnachtslied „Lord of the dance“, bei dem Anatol Krug, der im übrigen humorvoll moderierte, die Zuschauer zum Mitklatschen und -stampfen animierte. Auch bei der „Kleinen Nachtmusik“ wurde das Publikum miteinbezogen. So wechselten sich temperamentvolle und ruhige Stücke in guter Mischung ab.
Zwischendurch war auch ein Streichersolo zu hören. Die Gäste aus Hannover boten den Radetzky-Marsch, auch wieder mit Unterstützung des Publikums. Alle Akteure verbreiteten eine lockere Atmosphäre, die allen Spaß machte. Mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Fröhliche Weihnacht“ endete der gelungene Konzertabend und entließ beschwingte Zuschauer in den Abend.


MONTAG, 25. NOVEMBER 2017 – SALZGITTER ZEITUNG

Liederkranz freut sich über restauriertes Wappenschid
Die Veranstaltungsreihe des Gesangvereins Liederkranz in Salzgitter-Bad im Jahr seines 150. Geburtstages geht zu Ende.

SALZGITTER-BAD. Den Abschluss bildet der 150. Liederkranzball mit einem Essen am 2. Dezember – selbstverständlich wie seit 150 Jahren.
Darauf sind die Liederkränzler stolz. Und das zeigen sie mit ihrem Wappenschild am Eingang des Hauses, das durch die vielen Umbauphasen gelitten hatte. Karsten Bornmann hat es nun restauriert und mit Jürgen Prokop im Beisein des gesamten Chores wieder an der Wand befestigt.
Vorsitzender Reinhard Mann meinte, das Schild sei ein äußeres Zeichen dafür, dass der Ratskeller die Heimat des Gesangvereins sei. Hier hätten Liederkränzler gesungen, gefeiert, gelacht und in früheren Jahren auch ein wenig Politik gemacht. Anchließend sang der Chor ein Lied, es gab einen Schnaps und dann verschwanden alle zur Probe. Ganz so wie seit 150 Jahren – im Ratskeller. kö


MONTAG, 13. NOVEMBER 2017 – SALZGITTER ZEITUNG

Gospelchor singt sich in Ohren und Herzen
Für das Projekt des Gesangvereins Liederkranz gibt es beim Herbstkonzert begeisterten Beifall. Das Publikum erklatschte sich zwei Zugaben.
Von: Doris Comes

SALZGITTER-BAD. Der GV Liederkranz hatte zum Herbstkonzert eingeladen und im Mittelpunkt stand der Auftritt des Projektchores. Anfang dieses Jahres, anlässlich des 150-jährigen Bestehens des GV Liederkranz, hatte der Verein dieses Projekt gestartet. Die Musik des sogenannten Popgospel sollte Inhalt der Proben sein.

„Der Projektchor war im Jubiläumsjahr ein Geschenk an unsere Stadt.“
Reinhard Mann, Vorsitzender des Gesangvereins Liederkranz

Auf das Jubiläumsjahr zeitlich befristet sollten Frauen und Männer, ohne sich fest an einen Chor zu binden, die Gelegenheit bekommen, festzustellen, ob Chorgesang für sie eine erfüllende Freizeitbeschäftigung sein kann. Und ob sie dies in einem Verein fortsetzen wollen. „Es war ein Geschenk an unsere Stadt“,sagte Liederkranz-Vorsitzender Reinhard Mann während des Konzertes.
25 Frauen und Männer nahmen dieses „Geschenk“ an und trafen sich jeweils montags mit Chorleiter Zenon Zimnik, auch Leiter des Männerchores, zur Probenarbeit. Durch den besonderen Einsatz von Zimnik habe sich das Chorprojekt schnell und erfolgreich entwickelt, bedankte sich Mann ganz ausdrücklich bei dem Chorleiter. „Sie wollen alle so weitermachen, wie sie jetzt zusammen sind“, sagte Liederkranz-Pressewart Jürgen Prokop unserer Zeitung vor dem Konzert. Im Januar wolle der Vorstand entscheiden, ob und in welcher Form der Gospelchor fortbestehen könne.
Hervorragend stimmte am Samstag der Liederkranz-Männerchor mit „Kum ba yah, my Lord“ auf den Autritt des Gospelchores ein. Dann sangen sich die Frauen und Männer, die seit März gemeinsam proben, in die Herzen und Ohren des Publikums.
Begleitet wurden sie non den Solisten Kathrin Markwort und Frank Brune, Oliver Scharf (Gitarre) und Andreas Kabisch (Percussion). „Glory to God almighty“, „We are marching“, „Father“ und „Get Together“ erklangen unter anderem. Immer wieder gelang es Zenon Zimnik, die Zuhörer zum Mitsingen zu bewegen, ein Workshop in Sachen Gospel ging da in der Jacobi-Kirche ab. Für das Finale mit „Oh happy day“ vereinten sich dann Männer- und Gospelchor. Wie schon während des gesamten Konzerts gab es begeisterten Beifall des Publikums, das sich damit auch zwei Zugaben erklatschte. Der Projektchor des Gesangvereins Liederkranz begeistert sein Publikum.


Montag, 23. Oktober 2017 – Salzgitter Zeitung

Ist der Liederkranz schon 182 Jahre alt?
Die Sänger des Gesangverein Liederkranz feierten mit zahlreichen Gästen erst einmal ausgiebig ihr 150-jähriges Bestehen.
Von: Horst Körner

SALZGITTER-BAD. Der Gesangverein Liederkranz feiert 2017 sein 150-jähriges Bestehen mit zahlreichen Veranstaltungen und Konzerten. Doch am Wochenende rollte im Ratskeller die Geburtstagsfeier mit dem Kommers und einem zünftigen Oktoberfest ab. Eingeladen hatte sich der Verein Freunde und Wegbegleiter. Es war wie in alten Zeiten: Gäste und Mitglieder lebten den Kommers richtig aus – mit oft langen Grußworten, aber begeistert gefeierten Chorauftritten unter Leitung von Zenon Zimnik.
Nach drei Stunden klang dann doch der Jubel wie eine Erlösung, als Vorsitzender Reinhard Mann mit dem Anzapfen des Bierfasses und Frank Brune als Solist mit dem Männerchor und dem Lied „Labamba“ zum Oktoberfest überleiteten. Die Regie übernahm die Musiker der Freiwilligen Feuerwehr Groß Mahner.
Zuvor hatte Reinhard Mann seinen Gesangverein vorgestellt. 150 Jahre Liederkranz: Das seien viele persönliche Lebensgeschichten der bis heute fast 1000 Mitglieder. Der Gesangverein fühlte sich immer eng verbunden mit der Region und den Menschen im damaligen Salzgitter am Harz und er war und bleibe eingebunden in das sozialkulturelle Netzwerk der Region.
Dabei wollten die Gründungsväter, die sich traditionell unter Männern trafen, durchaus gesellschaftspolitischen Einfluss auf die Geschicke der Stadt ausüben. „Unsere Antwort auf die damalige, fehlende Teilnahme von Frauen, ist der Modern Chor“, sagte er. Den Besuch der Erster Stadträtin Christa Frenzel wertete er deshalb als ein Signal für einen gesellschaftlichen Veränderungsprozess der letzten 150 Jahre.
Frenzel selbst zeigte sich von der Geschichte des Gesangvereins begeistertet. Es sei beeindruckend, dass in der langen Zeit die Tatkraft so vieler engagierter Mitglieder nicht erlahme. „Wir können uns glücklich schätzen, einen so aktiven Chor zu haben“, sagte sie. Den launigen Ton traf Ortsbürgermeister Michael Hoffmann während seiner Gratulation im Namen des Ortsrates.
Die Festrede hielt Ferdinand Emmrich, Präsident des Chorverbandes Niedersachsen-Bremen. Im Zeitraffer fasste er die Geschichte des Gesangs und des Liedes zusammen. „Heute wissen wir, Volkslieder sind geschichtsbegleitendes Kulturgut“, meinte er und betonte: „Singen ist gelebte Kulturarbeit“. Die Sänger des Liederkranzes mahnte er, die Freude am Singen der Jugend vorzuleben. Als Anerkennung hatte er eine Urkunde des Bundeschorverbandes mitgebracht.
Ehrenliedervater Siegfried Koloßa, der von den 150 Jahren des Liederkranzes selbst 65 Jahre aktives Mitglied ist, berichtete aus der Geschichte der einzelnen Gesangvereine, die es in den Anfangsjahren gab. Als Überraschung kann durchaus seine Auslegung gelten, dass der Liederkranz sich als Nachfolger des ehemaligen „Sing Vereins“ von 1835 ansehen könne, also inzwischen 182 Jahre alt sei. Um das auch zu demonstrieren, hatte er aus dem Archiv auch gleich die alte Fahne mitgebracht.Der Sänger Frank Brune aus dem ersten Tenor und der Männerchor leiteten mit Schwung ins Oktoberfest über. Es war nach dem langen Kommers wie eine Erlösung.
Foto: Horst Körner