, Stefanie Hiller

Konzert füllt Mariae-Jakobi-Kirche

So voll sieht man die Kirche St.-Mariae-Jakobi selten. Beim Weihnachts-konzert des Modern-Song-Chores am Freitagabend war das Kirchenschiff schon eine Viertelstunde vor Beginn bis auf den letzten Platz besetzt.

So voll sieht man die Kirche St.-Mariae-Jakobi selten. Beim Weihnachts-konzert des Modern-Song-Chores am Freitagabend war das Kirchenschiff schon eine Viertelstunde vor Beginn bis auf den letzten Platz besetzt. Selbst die zusätzlichen Stühle, die Claus Griesbach und sein Team noch heranschafften, reichten nicht aus, so dass einige Besucher hinten und an den Seiten stehen mussten. Was die Sängerinnen und Sänger unter der versierten Leitung von Anatoll Krug dann boten, war eine abwechslungsreiche Mischung aus Liedern zu Weihnachten, aber auch Film- und Musicalmelodien, gefühlvollen deutschen und amerikanischen Songs sowie zwei Beiträgen aus der Klassik. Einfühlsam begleitet wurde der Chor wie schon im Jahr zuvor von einem Streicherensemble aus Hannover. Weiterer Gastmusiker war Klaus Händel, der gemeinsam mit den Streichern zwei flotte Swingstücke am Saxophon präsentierte. Der Chor spannte den Bogen weit von „Chiquitita“ von der Popgruppe Abba über „Gabrielas Song“ aus dem Chorfilm „Wie im Himmel“ und Gospels sowie traditionelle Weihnachtslieder bis zum „Ave verum“, einer Motette von Wolfgang Amadeus Mozart. Dieses anspruchsvolle vierstimmige Chorwerk war ein Höhepunkt des Konzertes, denn der Gesang war so sauber, präzise und voller Leidenschaft, dass er unter die Haut ging. Ebenfalls von Mozart entliehen war die Melodie des ersten Satzes aus „Eine kleine Nachtmusik“ für ein Lied mit deutschem Text unter den Titel „Mozarts Weihnachtsmusik“. Vielseitig weiter ging es dann mit Louis Armstrongs „Wonderful World“ und Nenas „Wunder gescheh’n“. Bei dem Gospel „Oh happy day“ trat eine Chorsängerin sogar als Solistin auf. Mit den fröhlichen Weihnachtsliedern „Fröhliche Weihnacht“ und „Feliz navidad“ klang das Konzert munter aus. Zuvor wurde es besinnlich mit „Stille Nacht, heilige Nacht“. Der Auftritt zeigte, wie breitgefächert mittlerweile das Repertoire des Modern-Song-Chores ist. Abschließend bedankte sich Carola Griesbach bei Chorleiter Anatoll Krug für seine Geduld und Einsatzfreude und dafür, dass der Chor so gut vorangekommen sei.